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Weltkarte Wasser und Siedlungshygiene


Terre des hommes (Tdh) engagiert sich für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Insbesondere in Asien und in Afrika, südlich der Sahara, bestehen im Bereich der sanitären Grundversorgung enorme Missstände. Tdh hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Missstände zu bekämpfen.


Die Lösungsvorschläge von Terre des hommes

Tdh Peru - Maedchen mit Wasser - Melanie RouillerBei Nothilfeprojekten stellt Terre des hommes (Tdh) in Dörfern oder Flüchtlingslagern die Trinkwasserversorgung sicher (durch mobile Aufbereitungsanlagen, Wassertanks, Verteilung) und richtet Gemeinschaftslatrinen ein, um die Entstehung von Keimherden zu verhindern. In Entwicklungsprojekten leistet Tdh bedeutende Förderarbeit auf dem Gebiet der Hygiene und der diesbezüglichen Weiterbildung. Innerhalb der Gemeinschaften werden insbesondere junge Mütter dazu ermuntert, für die Zubereitung von Babynahrung abgekochtes Wasser zu verwenden.

Wenn es darum geht, sanitäre Systeme zu restaurieren oder den Zugang zu Wasser zu verbessern, organisiert Tdh den Bau von Brunnen, Bohrungen, Verteilsysteme für Trinkwasser, die Einrichtung von Latrinen und Duschen für Familien, die Abwasserableitung, die Kehrichtabfuhr und Entsorgung. Parallel dazu stärkt Tdh die lokalen Kapazitäten anhand von Weiterbildungen und Sensibilisierungen, um einen geeigneten, nachhaltigen Unterhalt dieser Einrichtungen sicherzustellen.


Internationales Jahr der sanitären Grundversorgung

Nachdem die UNO 2008 zum Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung erklärt hatte, wurde der Verbesserung der Siedlungshygiene, einer grundlegenden Dimension des Rechts auf Gesundheit und Würde, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Terre des hommes liess 2008 zum Beispiel auf den Andamanen-Inseln in Schulen sowie in Andhra Pradesh (Indien) und Myanmar mehr als 1’300 Gemeinschaftslatrinen bauen, in Haiti, Peru und Bangladesch wurden Latrinen für Familien eingerichtet.

Im Jahr 2008 haben auf diese Weise 107’000 Begünstigte ihre Würde zurückerlangt, dank geeigneter Infrastrukturen für die Ableitung, Aufbereitung und Elimination von menschlichen Exkrementen und Abwässern, aber auch dank Sensibilisierungsprogrammen und Hygienemassnahmen in den Gemeinschaften.


Die Ergebnisse

Am 15. August 2007 wurde die Stadt Pisco in Peru zu rund drei Viertel von einem Erdbeben zerstört. Anderthalb Jahre später hatten rund 5'000 Menschen einen geregelten Zugang zu Wasser erhalten, waren mehr als 200 Privatlatrinen gebaut worden und fast tausend Kinder lebten in klar verbesserten hygienischen Verhältnissen. Die Wasserverteilung konnte dank der natürlich entstandenen Solidarität organisiert werden, wie ein Vertreter einer begünstigten Gemeinschaft festhält: «Wir sind einfache Leute, die Stadtregierung vergisst uns, doch Tdh hilft uns, unser Schicksal in die Hand zu nehmen.»

In Pakistan konnte Tdh 2008 ein breit angelegtes Rehabilitationsprogramm (fast 57’000 Begünstigte) der Wasserversorgung in ländlichen Gebieten abschliessen. Dieses Programm war auf die Notaktionen für die Opfer des Erdbebens von Oktober 2005 in den Bergen Kashmirs gefolgt. Neben Hygienemassnahmen und dem Bau von mehr als 1’400 Latrinen hat Tdh durch den erleichterten Zugang zu Quellwasser die Trinkwasserversorgung in rund fünfzig Dörfern wiederhergestellt. Desweiteren hat Tdh auch den Zugang zu Wasser allgemein und die Sanierung von rund zwanzig Schulen verwirklicht.


Expertenmeinung

Tdh Peru - Siedlungshygiene - Melanie Rouiller «Wasser ist die Grundlage für den Aufbau der gesamten Gemeinschaft.»
Antoine Delepière, Fachperson für Wasser und Siedlungshygiene bei Tdh

Fehlendes Wasser führt zu einer ganzen Reihe schwerwiegender Probleme, die von tödlichen Krankheiten bis zu Versäumnissen in den Bereichen Bildung und Arbeit reichen.

Das Fehlen von sauberem Wasser, einer Abwasserreinigung und von Hygiene ganz allgemein, trifft vor allem die Jüngsten. Durchfall-bedingte Krankheiten, Lungenentzündungen oder Mangelernährung, die daraus folgen, sind die häufigsten Todesursachen für Kinder unter fünf Jahren.
Kinder – insbesondere Mädchen – haben oft keinen Zugang zur Bildung, weil sie das Wasser für den Haushalt herbeischaffen müssen oder ihnen das Fehlen akzeptabler, getrennter sanitärer Anlagen in den Schulen zuwider ist.


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Einsatzländer
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Die Situation der Kinder
• 125 Millionen Kinder unter fünf Jahren leben in Haushalten ohne Zugang zu sauberem Wasser und Trinkwasser.

• 280 Millionen Kinder unter fünf Jahren leben in Haushalten ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen.

• 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr an Durchfall, der durch verschmutztes Wasser, fehlende sanitäre Anlagen und mangelnde Hygiene verursacht wird.



Wasser ist Leben