Sofortige erste Hilfe - Terre des hommes leistet bei humanitären Krisen sofortige Nothilfe. Sie koordiniert die Hilfsgüterverteilung und treibt den Aufbau der Infrastruktur voran. Neben dieser ersten überlebenswichtigen materiellen Hilfe betreuen wir traumatisierte Kinder psychosozial. Häufig sind die Kinder durch die erlebte Katastrophe und den Tod von Angehörigen verstört. Wir bieten ihnen in den Nothilfelagern schöpferisch-spielerische Aktivitäten an, die sie darin unterstützen, erlebte Traumata zu verarbeiten.
Gegenwärtig betreut Terre des hommes in folgenden Ländern Nothilfeprojekte:
Haiti
Tdh leistet den Opfern des Erdbebens vom 12. Januar 2010 Hilfe. Die seit 20 Jahren in der Region Les Cayes (im Süden des Landes) tätige Tdh-Delegation wurde durch Expatriierte verstärkt. Parallel zur in der Region Léogâne, Petit und Grand Goâve (westlich von Port-au-Prince) erbrachten Nothilfe werden die laufenden Gesundheits- und Ernährungsprojekte fortgeführt.
• Regelmässige Informationen dazu finden Sie in der Rubrik Aktuell
• Nothilfe-Flyer Haiti
Gazastreifen (Besetzte Palästinensische Gebiete)
Terre des hommes (Tdh) intensiviert in enger Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Ard El Insan die Aktion für Mütter und Kinder im Gazastreifen. Wir bereiten derzeit eine Hilfssendung vor, mit speziell für Kinder bestimmten Gütern - warme Kleider, Windeln, Spiele sowie Produkte für Körperhygiene. Sobald möglich werden wir unsere Teams zur Unterstützung von Ard El Insan nach Gaza schicken, damit sie die von Kindern und ihren Familien erlittenen Traumata behandeln können.
Nothilfe Flyer
Syrien/Jordanien/Libanon
Im September 2008 nahm ein Projekt von regionaler Reichweite seinen Anfang, das von ECHO, Unicef Jordanien und Unicef Syrien finanziert wird. Ziel des Projekts ist der Schutz und die psychosoziale Unterstützung von irakischen Flüchtlingskindern und ihren Familien in Syrien, Jordanien und Libanon. Die Vereinten Nationen schätzen die Anzahl irakischer Flüchtlinge im eigenen Land auf 2 Millionen sowie auf weitere 2 Millionen im Ausland. Diese Zahlen betreffen seit Beginn des Irakkriegs im Jahr 2003 Vertriebene, wovon die meisten in die 3 erwähnten Länder geflüchtet sind. Dort sind sie mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert, was den Zugang zu geeigneten Dienstleistungen, insbesondere im psychologischen Bereich, betrifft. Doch gerade hier sind die Bedürfnisse infolge der im Heimatland erlittenen Traumata gross.
Georgien
Terre des hommes ist infolge des Konflikts mit Russland, der mehr als 100'000 Personen vertrieben hat, seit Sommer 2008 in Georgien aktiv. Tdh hat deshalb in Tiflis und Gori 4 psychosoziale Aufnahmezentren für 500 Kinder eröffnet und bietet auch deren Eltern eine zielgerichtete Betreuung. In der Pufferzone zwischen Südossetien und Georgien organisiert Tdh zudem spielerische Aktivitäten in 6 Dörfern. Das von der DEZA, der Glückskette und dem Kanton Genf finanzierte Projekt ist für die Dauer eines Jahres geplant.
Myanmar (Burma)
Nach den Verwüstungen, die der Zyklon Nargis im Mai 2008 in Burma angerichtet hatte, verteilte Terre des hommes Hilfsgüter und wirkte beim Wiederaufbau der sanitären Infrastruktur in der Region von Rangoon mit. Etwa 5'000 Personen, die Hälfte davon Kinder, erhielten Nothilfe-Sets sowie Ratschläge eines Arztes und weiterer Spezialisten zu Hygienemassnahmen, um Seuchen zu verhindern. Im Dezember 2008 wurde mit einem Rehabilitationsprojekt für 9 Schulen und dem Bau sanitärer Anlagen in 12 weiteren Schulen begonnen.
Bangladesch
Nach dem Zyklon Sidr, der im Frühling 2008 besonders die Küste von Barishal getroffen hatte, bot Tdh medizinische Hilfe und verteilte Nahrungsmittel, Kleider, Schuhe und Kochutensilien. Mit Unterstützung der Glückskette führt Tdh bis Ende 2009 ein Projekt für die Wiederherstellung der sanitären Infrastruktur.
Peru
Nach dem Erdbeben, das Peru am 15. August 2007 erschütterte, war Terre des hommes als eine der ersten Organisationen für die betroffene Bevölkerung in Pisco tätig. Heute ist Tdh eine der wenigen NGO, die weiterhin vor Ort arbeiten. Für die Familien wurde eine Notversorgung mit Trinkwasser erstellt, für durch den Verlust ihrer Eltern oder ihres Heims traumatisierte Kinder wurden psychosoziale Betreuungsangebote organisiert. Das Projekt wird bis Ende Mai 2009 weitergeführt.
Das Erdbeben von August 2007
Psychosoziale Betreuungsangebote (Französisch)
Verteilung von Trinkwasser (Französisch)
Indien
In Indien betreut Terre des hommes weitere Post-Tsumani-Projekte im Distrikt Nellore des Bundesstaats Andhra Pradesh und auf den indischen Andaman Inseln. Dort animiert Tdh die Kinder, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen, um den Verlust von Angehörigen und den erlittenen Schock verarbeiten zu können. Heute fördert Tdh öffentliche Schulen, verbessert den Zugang zu Trinkwasser und zu Gesundheitseinrichtungen.
Sudan
Sudan - Terre des hommes leistet seit 2004 Nothilfe in der sudanesische Bürgerkriegsregion bei El Geneina, West-Darfur. Die Hauptaufgabe besteht im Unterhalt der Unterkünfte und in der Verteilung von Hilfsgütern für 50'000 Flüchtlinge in 3 Lagern. In 14 Zentren werden über 1'200 Kinder psychosozial betreut.
Pressemitteilungen über unsere Nothilfeprojekte:
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