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Tdh Weltkarte Gesundheit und Ernaehrung


Terre des hommes garantiert in vierzehn Ländern mehreren Hunderttausend Müttern und Kindern das Recht auf medizinische Versorgung – während der Schwangerschaft, bei der Geburt, im Säuglings- und Kindesalter.


Die Lösungsvorschläge von Terre des hommes

Tdh Mauretanien - Mutter und Kind - Christian BrunTerre des hommes entwickelt seit über 30 Jahren Gesundheits- und Ernährungsprojekte und besitzt eine solide Erfahrung auf diesem Gebiet. Es handelt sich um einen strategischen Kernbereich, für den 30% der Projektausgaben aufgewendet werden. Von Nepal bis Haiti, in Nahost und Afrika bietet Terre des hommes mehr als 700'000 Müttern und ihren Kindern konkrete Unterstützung: Mit 16 Projekten in der Stadt und auf dem Land, mit denen die Qualität der Gesundheitsleistungen verbessert werden kann und die Bevölkerung für ein besseres Gesundheitsverhalten sensibilisiert wird.


Für schwangere Frauen und Neugeborene

Dank der konkreten Hilfe von Tdh wird die Qualität der Gesundheitsleistungen verbessert und der Wille der Gemeinschaften, selbst für ihre Gesundheit zu sorgen, gestärkt. In den Projekten leistet Tdh viel Unterstützungsarbeit für schwangere Frauen, um die Risiken während der Schwangerschaft zu mindern. Tdh bietet ihnen insbesondere Ernährungshilfe und stellt sicher, dass sie Zugang zu Untersuchungen vor- und nach der Geburt haben. Tdh ermuntert die Mütter zudem, Neugeborene während der ersten sechs Lebensmonate ausschliesslich durch Stillen zu ernähren und dies danach nur schrittweise mit Zusatznahrung zu ergänzen. Schliesslich unterstützt Tdh auch spezialisierte Ernährungszentren, die in öffentliche Spitäler integriert sind.

Aufgrund der direkten Arbeit mit der Bevölkerung trägt Tdh zu Verbesserungen in unterschiedlichen Bereichen bei: Elterliche Verantwortung, Stellung des Kindes in der Gesellschaft, Prävention von Krankheiten, Zugang zu Wasser, Förderung der Hygiene, Krankenpflege und Beanspruchung bestehender Leistungen. Das langfristige Engagement von Tdh für die Gemeinschaften findet grosse Anerkennung.


Die Ergebnisse

In Afghanistan zum Beispiel, wo die Sterberate von Frauen und Kindern – insbesondere Mädchen – alarmierend ist, lancierte Tdh bereits vor 10 Jahren ein Projekt, um Mütter und Kinder zu schützen. In den ärmsten Stadtvierteln von Kabul besuchen Hebammen schwangere Frauen zu Hause, um sie zu betreuen, Hygienemassnahmen und Geburtsbedingungen zu verbessern und eine genügende Pflege von Neugeborenen sicherzustellen. Sie tragen auch dazu bei, dass sich die Gesellschaft besser um Schwangere kümmert. Trotz der schwierigen Umstände und mit nur wenig zusätzlichen Mitteln konnte Tdh die geografische Reichweite des Projekts vergrössern. Im Jahr 2007 waren so über 36’000 Hausbesuche möglich. Eine kürzliche Studie zeigt, dass die Müttersterblichkeit im vom Projekt versorgten Sektor zehn Mal geringer ist als im Rest der Stadt.

In Senegal, Burkina Faso, Mauretanien, Guinea, Benin, Haiti und Bangladesch unterstützt Tdh Ernährungszentren in Spitälern. Im Jahr 2007 wurden rund 2’000 schwerkranke, mangelernährte Kinder in spezialisierten Kinderabteilungen gepflegt, die alle von Tdh geschaffen und danach in die entsprechenden Abteilungen bestehender Bezirks-, Regional- oder Landesspitäler integriert wurden.
In Mauretanien zum Beispiel ist das Ernährungszentrum in Nouakchott nun vollständig in die Kinderabteilung des Spitals eingegliedert. Im Vergleich zum Vorjahr konnten dort 18 zusätzliche Kinderleben gerettet werden. Tdh hat hier einen Standard für die Projekt-und Zusammenarbeit entwickelt, der angepasst und dann auf alle Ernährungszentren übertragen werden soll. Dank der, vor zwei Jahren begonnenen, Anstrengungen ist heute die Qualität der angewandten Behandlungsformen gewährleistet und das Monitoring-System in allen Zentren in Betrieb.


Expertenmeinung

Tdh - Protraet Jean-Pierre Papart - Florian Cella«Nachhaltige Lösungen sind nicht immer die spektakulärsten.»
Jean-Pierre Papart, Fachperson für öffentliche Gesundheit und Ernährung bei Tdh

20 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden an schwerer Mangelernährung. Einer Million wird sogenannte gebrauchsfertige therapeutische Fertignahrung verabreicht. Der Gebrauch dieses Wundermittels ist bei Spezialisten umstritten.

Diese sogenannten RUTF-Pasten (Ready to Use Therapeutic Food) aus Erdnussbutter, Milchpulver, Pflanzenölen, Mineralstoffen und Vitaminen haben in Niger und Darfur Tausende Kinder vor dem Hungertod bewahrt. Bei schwerer Unterernährung lässt sich dank therapeutischer Fertignahrung die Spitaleinweisung von Kindern vermeiden, die noch Appetit verspüren; diese können so kostengünstiger zu Hause behandelt werden. Doch die Kehrseite der Medaille ist, dass man diese Pasten in Fällen weniger schwerer Mangelernährung nicht verwenden darf. Ausserdem führt der Patentschutz zu einem Monopol, und mit einer breiten Anwendung riskiert man, dass die Bevölkerung lokale Lösungen vernachlässigt, denen Terre des hommes den Vorzug gibt. Denn echte, nachhaltige Lösungen sind nicht immer die spektakulärsten.


Massnahmen zur Verringerung der Kindersterblichkeit

• Ausschliessliches Stillen während der ersten 6 Monate.
• Angemessene Zusatznahrung zum Stillen bis Ende des 2. Lebensjahrs.
• Spezielle Ernährung von kranken und mangelernährten Kindern.
• Zufuhr von Vitamin A, Eisen und Jod für Frauen und Kinder.


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Projektländer
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• Senegal
• Sri Lanka

Die Situation der Kinder
• 11 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr, die meisten in armen Ländern.

• 4 Millionen Neugeborene überleben den ersten Monat nicht.

• Fast die Hälfte der durch Infektionskrankheiten verursachten Sterbefälle entstehen durch Mangelernährung.

und der Mütter

• Weltweit sterben jedes Jahr 500'000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes.