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Weltkarte Afghanistan

Afghanistan weist eine der höchsten Müttersterblichkeiten der Welt auf. Die desolate Wirtschaftslage zwingt zudem viele Familien, ihre Kinder zur Arbeit auf die Strasse zu schicken.


Die Lösungsansätze von Terre des hommes

Tdh Landkarte AfghanistanAufklärung für Frauen - Afghanische Hebammen von Terre des hommes (Tdh) gehen in den ärmsten Quartieren der Grossstädte (Kabul und Kandahar) von Tür zu Tür und besuchen schwangere Frauen, um mit ihnen über ihre Schwangerschaft zu reden und ihnen Ratschläge zu geben.

Aufnahmezentren - In Aufnahmezentren für Strassenkinder in Kabul, Torkham und Kandahar können Kinder zum Schulunterricht kommen oder einfach nur spielen. Ein vergleichbares Projekt kümmert sich um afghanische Flüchtlingskinder in der pakistanischen Stadt Peschawar.

Jugendstrafrecht - Tdh und seine Partner setzen sich in einem neuen Projekt für die Anwendung der, im Jugendstrafrecht vorgesehenen Alternativen zum Freiheitsentzug, ein.

Unterstützung von ländlichen Gebieten - Rustaq, im Norden, ist eine der abgelegensten Regionen des Landes. Tdh unterstützt die lokale Bevölkerung seit 2007 auf drei Gebieten: Wirtschaftliche Entwicklung der Region, Freizeitkurse mit Bildungs-Komponente für Jugendliche und Unterstützung für schwangere Frauen.


Ergebnisse 2008

Tdh Afghanistan - Bekaempfung MuettersterblichkeitBekämpfung Müttersterblichkeit - Laut einer von Tdh erarbeiteten Studie ist die Gefahr von Müttersterblichkeit in den von Tdh betreuten Quartieren in Kabul, 10 Mal kleiner, als im Rest der Stadt. Bei Hausbesuchen konnten Hebammen mehr als 2'000 Neugeborene und 200'000 Frauen betreuen.

Strassenkinder - Tdh, im Verbund mit nationalen und internationalen NGOs, hat mehr als 20’000 Kindern mit informeller Schulausbildung, sozialer, gesundheitlicher, juristischer und psychologischer Unterstützung geholfen.

Unterstützung von ländlichen Gebieten - Als zusätzliche Einnahmequelle wurden in Rustaq Pistazienbäume angebaut und Bienenstöcke verteilt. In schwierig zugänglichem Gelände wurden Trinkwasser- und Bewässerungsprojekte gestartet. Des Weiteren hat Tdh Fortbildungen im Bereich der Gesundheit von Mutter und Kind angeboten.


Die Herausforderungen

Verschlechterte Sicherheitssituation - Die Kriegshandlungen in Afghanistan erschweren die Arbeit von Tdh zunehmend. Zwei der Tdh-Projekte (Kandahar und Torkham) befinden sich in Gebieten mit hohem Sicherheitsrisiko. Im ganzen Land werden regelmässig internationale sowie auch nationale Mitarbeiter entführt. Strassen sind wegen Minen und Hinterhalten zu gefährlich geworden, so dass Projektgebiete nur noch aus der Luft erreicht werden können. Fehlende Aufklärung/Freiheiten - In einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft, in der die Frauen das Haus oft nicht verlassen dürfen und keine ärztliche Hilfe anfordern können, stellen Geburten ein grosses Risiko dar. In ländlichen Gebieten ist das nächste Spital zudem oft hunderte von Kilometern entfernt und die Mitarbeiter in den Spitälern sind grösstenteils nur ungenügend ausgebildet. Landflucht - Die Kriegshandlungen, die schlechte wirtschaftliche Lage und die Dürre zwingen viele Familien aus den ländlichen Gebieten zur Flucht in die Stadt. Dort können Tausende von Kindern keine Schule besuchen, weil sie zum Überleben der Familie beitragen müssen.


Eine Kinderrechtszeitung in Kabul

Torfan ist eines von 20’000 Kindern, die jährlich Hilfe von Terre des hommes und den Partnerorganisationen in Afghanistan bekommen.
Tdh Afghanisatan - Junge„Mein Name ist Torfan und ich bin elf Jahre alt. Ich lebe zusammen mit meiner Mutter, meinen zwei Brüdern und zwei Schwestern in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans. Mein Vater ist gestorben als ich noch sehr jung war. Mit sieben Jahren begann ich Autos zu waschen, um meine Mutter zu unterstützen.
Eines Tages begegnete ich bei der Arbeit einem Mann, der mir von Tdh berichtete. Er erzählte mir vom Aufnahmezentrum Ashiana, wo Kinder eine Ausbildung bekommen, die nicht in die staatliche Schule gehen. Im Ashiana Zentrum kann ich Kurse besuchen, bekomme Mahlzeiten am Mittag und kann danach wieder meiner Arbeit nachgehen. Ich lerne gerne, das merkten meine Lehrer und Ausbilder bald und förderten mich darin. Sie ermöglichten mir, Kurse über den Computer und die Fotografie, sowie über die Künste zu besuchen. Jetzt kann ich einen Computer und eine Fotokamera bedienen und ich kann malen. Mein neustes Projekt, zusammen mit meinen Freunden von Ashiana, ist die Kinderzeitung „Voice of the Children“. Später will ich selber einmal Journalist werden.“


 Suche


Was kann Tdh bewirken mit?
• 10.- CHF: ein Malset für Kinder.

• 25.- CHF: Grundausrüstung für eine Hebamme.

• 100.- CHF: 15 Kits mit Grundnahrungsmitteln für schwangere Frauen und ihre Neugeborenen.


Tdh in Afghanistan
Delegate: Salvatore Grungo.

Local staff of Tdh: 194.

Partner organisations: Aschiana, Save the Children, LKRO, Flowers.

Staff from partner organisations: 200.

Active in: Kabul, Kandahar, Rustaq, Jalalabad, Torkham, Herat, Mazar al Sharif, Peshawar (Pakistan).

Budget for 2009: CHF 3,725,544

Distribution: Health 12%, Rustaq 22%, working children 67%


Tdh in Afghanistan
Delegate: Salvatore Grungo.

Local staff of Tdh: 194.

Partner organisations: Aschiana, Save the Children, LKRO, Flowers.

Staff from partner organisations: 200.

Active in: Kabul, Kandahar, Rustaq, Jalalabad, Torkham, Herat, Mazar al Sharif, Peshawar (Pakistan).

Budget for 2009: CHF 3,725,544

Distribution: Health 12%, Rustaq 22%, working children 67%


Die Situation der Kinder
• 1 von 8 Frauen stirbt bei der Geburt,

• Die Kindersterblichkeit (bis 5 Jahre) liegt bei 257‰,

• 87% der Geburten finden nicht in einem Spital statt,

• Rate der registrierten Kinder bei der Geburt: 6%,

• Die Primarschulbesuchsquote liegt bei 53%,

• Alphabetisierungsrate bei den 15-24-jährigen: 36%,

• 30% der 5-14-jährigen Kinder müssen arbeiten.


Afghanistan in Zahlen
Bevölkerung: 26 Millionen (CH: 7,6)

Bevölkerung <18 Jahren: 14 Millionen (CH: 1,5)

Lebenserwartung: 43 Jahre (CH: 81)

Stadtbevölkerung: 23% (CH: 76%)

Bevölkerungswachstum 1990-2007: 4.5% (CH: 0,5%)

Alltagsleben
Monatslohn eines Lehrers: 45-150 CHF

Monatslohn eines Polizisten: 100-150 CHF

Monatslohn eines Arztes: 75-300 CHF

1 Kg Brot: 1.- CHF

(Quellen: Undp, Unicef, Tdh)